„Dann bin ich nach Indien zurückgegangen und habe ein Postgraduate Diploma in Yoga Education gemacht.“
Er bezahlte seinen Steuerberater mit Yoga. Was wie eine Anekdote klingt, erzählt viel über Vertrauen, Nähe und Menschlichkeit. Jaiveer Singh spricht über einen radikalen Neuanfang, über Beratung, die nicht bei Zahlen stehen bleibt und über eine Kanzlei, in der fachliche Kompetenz selbstverständlich ist, aber der Mensch dahinter entscheidend bleibt.
INTERVIEWER
Henrik Schwiedeßen, Freier Texter
Mandant bei Meier + Kröhnke
INTERVIEWTER
Jaiveer Singh, Unternehmer
Mandant bei Meier + Kröhnke
Herr Singh, was verbindet Sie mit der Kanzlei Meier + Kröhnke? Das fing vor etwa fünfzehn Jahren an. Ich kam aus Auckland zurück und begann mein zweites Berufsleben. Ich war freiberuflicher Yogalehrer, und die Steuererklärung war für mich wirklich schwierig. Zwei Freunde empfahlen mir Klaus Meier. Sie sagten: Er ist gut, aber nicht günstig. Trotzdem bin ich hingegangen. Schon im ersten Gespräch war seine Kompetenz klar spürbar. Dann kam die Frage nach den Kosten. Da zeigte sich seine menschliche Seite. Er sagte: Das wird eine Yogastunde. Ich konnte also mit Yoga bezahlen. So fing es tatsächlich an. Dadurch war sofort Vertrauen da.
Das erste Honorar bestand also aus Yogastunden? Ja, das war sein Vorschlag. Daraus ist eine sehr schöne Beziehung entstanden, beruflich und zugleich menschlich.
Sie sprechen von ihrem zweiten Berufsleben. Was war Ihr erstes? Ich war Gastronom, in Deutschland und später auch in der Schweiz. Die Gastronomie war meine Leidenschaft. Aber in einem Restaurant ist fast eine Tragödie passiert. Ein Mitarbeiter war beruflich und familiär so belastet, dass ihn diese Situation das Leben gekostet hat. Das hat mein Gewissen und meine Einstellung verändert. Danach wusste ich, dass ich etwas anderes machen muss.
Hatten Sie schon vorher einen Bezug zu Yoga? Ja, durch meine Eltern. Yoga gehörte für mich immer dazu. Mein Bruder ist Arzt und war mein erster Yogalehrer. Er hat mich ermutigt: Du kennst die Grundlagen schon, warum studierst du Yoga nicht richtig? Dann bin ich nach Indien zurückgegangen und habe ein Postgraduate Diploma in Yoga Education gemacht. Ein Jahr, sechs Tage die Woche, zehn Monate Unterricht von morgens bis abends, dazu zwei Monate Praktikum, das war eine intensive Zeit.
Wie arbeiten Sie heute als Yogalehrer? Ich bin freiberuflich und habe kein eigenes Studio. Ich miete Räume, unterrichte Firmen in Basel, gebe Workshops, Retreats und manchmal auch Yogalehrerausbildungen.
Was macht die Zusammenarbeit mit Klaus Meier für Sie besonders? Die Kanzlei ist in der ganzen Gegend bekannt und professionell. Aber bei Herrn Meier ging es nie nur um Zahlen, Gewinn oder Verlust. Er hat einen anderen Lebensstil als ich, als Yogalehrer mit einem kleinen Unternehmen. Aber er hat Empathie für Menschen. Er kann eine Lage aus der Sicht des anderen verstehen. Obwohl ich Yoga unterrichte, lerne ich in unseren Gesprächen auch von ihm.
Hat er Sie auch über klassische Steuerthemen hinaus unterstützt? Ja, mehrmals. Er hat mich weiterempfohlen, Kontakte hergestellt und einen Workshop für seine Mitarbeitenden organisiert. Besonders während der Corona-Zeit hat er versucht zu helfen, nicht nur im klassischen Rahmen. Er gab Tipps, beruflich, steuerlich und manchmal auch persönlich.
Würden Sie wieder Mandant werden? Und wie würden Sie die Kanzlei in einem Satz beschreiben? Für mich ist dort ganz wichtig, ich spüre, dass Menschen wichtiger sind als Zahlen. Zahlen sind natürlich die Grundlage und die fachliche Kompetenz ist da. Aber trotzdem merkt man, worum es wirklich geht.
Sie kennen auch Max Meier seit vielen Jahren. Wie nehmen Sie ihn wahr? Ich kenne Max, seit er klein war. Er hat seine eigene Persönlichkeit. Auch er hat mir geholfen, mit Kompetenz, Freundlichkeit und Menschlichkeit. Die Gemeinsamkeit zu seinem Vater liegt in Empathie und Menschlichkeit.
Das war ein sehr schönes Gespräch. Es hat auch mir sehr viel Freude bereitet.